Die Swiss School of Tourism and Hospitality (SSTH) in Passugg hat neu den Top-up Bachelor – nach Lehrplan der Ecole hôtelière de Lausanne – in ihrem Programm und setzt so einen weiteren Meilenstein in der dualen Ausbildung. Ein Interview mit David Puser, Verantwortlicher internationaler Verkauf und Partnerschaften, zu der globalen Positionierung der SSTH als erstrangige Hotelfachschule.

David Puser, Sie reisen für die SSTH in der ganzen Welt und werben für die Hotelfachschule in Passugg als hochkarätige Ausbildung für internationale Studierende: Was sind Ihre konkreten Ziele?

Mein primäres Ziel als internationaler Verkaufsverantwortlicher der SSTH ist es, hoch motivierten jungen Erwachsenen unser attraktives Ausbildungsprogramm aufzuzeigen. Wir bieten über zwei mögliche Ausbildungswege eine in der Ausbildungslandschaft der Hotellerie einmalige duale Ausbildung an, welche Praxis und Akademie vereint und eidgenössisch anerkannt ist. Die Höhere Fachschule (HF) kann in Deutsch und Englisch besucht werden, weiterführend bieten wir neu auch einen Bachelor-Abschluss in «International Hospitality Management» an. Dieser richtet sich nach dem Lehrplan der Ecole hôtelière de Lausanne (EHL), der weltweiten Nummer 1, und ist dadurch auch dem Bologna-System angeschlossen. Unser Anliegen ist es darzulegen, dass für eine erfolgreiche Karriere nicht nur der Abschlusstitel wichtig ist, sondern in erster Linie der Weg dahin. Es gibt heutzutage wahre «Bachelor-Fabriken», dies führt zu einer Verwässerung der Aussagekraft und des Stellenwerts des Titels. Der Ruf und die Anerkennung der Institution, die einen Abschluss anbietet, werden nun umso wichtiger. Da die SSTH zur EHL-Gruppe gehört, bieten unsere Abschlüsse sehr gute Aussichten für eine erfolgreiche Karriere.

Müssen Sie viel Überzeugungsarbeit leisten?

Wer an der SSTH studieren möchte, sollte die Gastfreundschaft leben und Leidenschaft für die Hotellerie und Gastronomie mitbringen. Fühlt man diese Berufung, will man diese in allen Aspekten lernen. An der SSTH führen die Studierenden selbstständig verschiedene Inhouse-Restaurants, um einen realitätsnahen Geschäftsbetrieb zu simulieren. Des Weiteren werden Businesspläne und Forschungsarbeiten in Zusammenarbeit mit Praxisbetrieben erarbeitet. Unsere duale Ausbildung überzeugt hierbei von selbst. Wir sind zudem die einzige Schule mit eidgenössisch akkreditierten englischen Programmen. Mit der über 50-jährigen Geschichte als Hotelfachschule besitzt die SSTH nicht nur grosse Erfahrung, sondern auch Tradition und Anerkennung in der Branche. Das ehemalige Kurhotel in Passugg, dem die Schule innewohnt, bietet eine einzigartige Lernatmosphäre in Graubünden, der Nummer 1 der Tourismusdestinationen in der Schweiz.

Dank dem neuen englischsprachigen Programm der SSTH können sich nun zwar internationale Studierende zum Hotelier mit eidgenössischem Diplom ausbilden lassen. Allerdings ist die Titelfrage noch nicht gelöst: Der Abschluss einer Höheren Fachschule gilt als international wenig bekannt. Wie gehen Sie damit um?

Die Anerkennung unseres HF-Diploms als tertiäre Ausbildung wurde kürzlich vom Bund bestätigt und kann ab 2016 mit einem englischen Titel und Diplomanhang international kommuniziert werden. Als einzige Schule, die seit 2013 ein akkreditiertes englisches HF Programm anbietet, können wir bereits den Titel Swiss Professional Degree nutzen, welcher den beruflichen Ansatz (Professional) sowie den tertiären Abschluss (Degree) erwähnt. Aber denjenigen, die trotzdem einen akademischen Abschluss erlangen wollen, ermöglichen wir den direkten Einstieg in die letzten drei akademischen Semester des Bachelors der EHL. Bei uns gilt die Devise: «Jeder Abschluss hat einen Anschluss.»

Das englischsprachige HF-Programm steht ebenfalls Studierenden aus der Schweiz offen: Wie gross ist hier die Resonanz?

Wir sind mit der Marktresonanz von Schweizer Studierenden im englischen Programm sehr zufrieden. Die Möglichkeit, mit internationalen Studierenden zusammen zu leben und zu lernen, finden Schweizer Studierende kaum an anderen Schulen. Sie können von der internationalen Atmosphäre und dem Verständnis für andere Kulturen profitieren. Obwohl für Schweizer Studierende das englische Programm nur teilweise von den Kantonen subventioniert wird, ist die Ausbildung günstiger als in einem englischsprachigen Land.

Welchen beruflichen Weg werden Schweizer Absolventen nach einem englischsprachigen HF-Programm einschlagen, was erwarten Sie?

Da heutzutage das Beherrschen der englischen Sprache auf einem hohen Niveau ein «Must» für eine erfolgreiche Karriere in der Hotellerie ist, bieten sich den Schweizer SSTH-Absolventen sowohl in ihrem Heimatland als auch international Chancen, die ohne diese Ausbildung nicht möglich gewesen wären. Die Hotellerie- und Gastronomie-Branche bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, die Weiterentwicklung hängt von der professionellen Einstellung und dem Verständnis für den Kunden ab, was einen Grossteil der Ausbildung an der SSTH ausmacht. Der Weg liegt in den Händen der Studierenden selbst.

Hotelfachschule auf Englisch
Die SSTH Swiss School of Tourism and Hospitality ist die einzige Hotelfachschule in der Schweiz, welche ein rein englischsprachiges Programm auf Stufe Höhere Fachschule (HF) mit eidgenössischer Anerkennung anbietet. An der SSTH können Studierende nach einem HF-Abschluss einen verkürzten Bachelor anschliessen. Mit dem Top-up Bachelor haben Studierende zudem die Möglichkeit, anschliessend einen international anerkannten Abschluss zu erlangen.

Die SSTH bildet auf verschiedenen Stufen Fach- und Führungskräfte für Hotellerie und Gastronomie aus: Das Angebot reicht von der Grundbildung bis hin zum akademischen Bachelor, der den Absolventen international ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Auf dem Campus in Passugg bei Chur studieren rund 300 Studierende aus 30 Ländern.

Mehr Informationen zum englischen Programm: www.ssth.ch/en

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