1. Semester Dipl. Hôtelière-Restauratrice HF (2017)

Sie studieren Hospitality Management an der SSTH. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu beginnen?
Meine Eltern führten ganz früher ein Bed and Breakfast, aber eigentlich bin ich eher über Umwege in Passugg gelandet. Ich habe die gymnasiale Matura gemacht und mich dann für ein Semester an der Uni Zürich für Publizistik und Kommunikationswissenschaften eingeschrieben. Der Betrieb war mir aber zu unpersönlich und man war nur eine Nummer im System. Um Geld zu verdienen habe ich als Flight Attendant gearbeitet. Ich liebte den Kontakt zu den Gästen, mir hat es aber an einer längerfristigen Perspektive gefehlt. Ich habe mich dann daran erinnert, dass ich mit 18 Jahren einmal eine Schulführung in Passugg gemacht habe. Ich habe dies dann aber nicht weiterverfolgt. Die SSTH kannte ich schon lange, da meine Eltern in Churwalden eine Ferienwohnung haben. Wir sind dann so zu sagen immer an der Hotelfachschule vorbeigefahren. Ich wusste, dass in Passugg eine Schule ist. Ich habe mich dann nochmals für eine Schulführung angemeldet und das Schulhotel hat mich dann voll überzeugt. Die Entscheidung für die SSTH war mehr ein Bauchgefühl. Bis jetzt bereue ich aber nichts.

Was ist Ihr Berufsziel? Haben Sie schon Ziele, was Sie nach der Ausbildung machen?
Im mag den Kontakt mit anderen Leuten und ich kommuniziere sehr gerne. Für Gäste da zu sein und deren Freude und Dankbarkeit zu sehen, macht mir selber viel Spass. Ich möchte vielleicht einmal als Event Manager arbeiten. Ein Hotel ist ja fast schon ein Event in sich, sodass ich gerne einmal in der Hotellerie arbeiten möchte.

Waren Sie schon im Praktikumssemester? Was hat Ihnen im Praktikumssemester am besten gefallen?
Nein, noch nicht. Das erste Praktikum möchte ich in der Schweiz machen. Am Career Day im Schulhotel präsentierten sich über 30 Praktikumsbetriebe. Da habe ich schon mal die ersten Kontakte geknüpft und einige spannende Arbeitsplätze im Kopf, auf die ich mich bewerben werde. Das zweite Praktikum kann ich mir auch vorstellen im Ausland zu machen. Mir gefällt es in der Schweiz aber sehr gut sodass ich langfristig eher in der Schweiz bleiben möchte.

Was gefällt Ihnen am besten an der SSTH?
Das Leben im Schulhotel hat einige Vorteile. Auch wenn ich von der Ferienwohnung in Churwalden gut nach Passugg pendeln könnte, habe ich mich doch für das Schulhotel entschieden. Am Morgen ist man schneller beim Frühstück und im Unterricht und am Abend muss man auch nicht nach Hause hetzen, sondern kann den Abend mit den anderen im Schulhotel gemütlich bei einem Glas Wein ausklingen lassen. Ich schätze vor allem auch die Zusammenkünfte im Schulhotel nach den Lektionen. Es ist immer jemand zum Reden da. Ich kann mich auch gut an den Studienstart erinnern. Wir hatten eine Gruppenbildungsübung mit Projektarbeiten und wechselnden Gesprächspartnern. Das war zuerst ganz komisch. Dann hat man aber die anderen Studierenden in der Klasse besser kennengelernt. In der Klasse sind sehr unterschiedliche Charakteren, aber wenn man sich gegenseitig respektiert dann klappt das Zusammenleben ganz gut. So schätze ich auch den Klassenzusammenhalt und dass man sich auch mit den älteren Semestern unkompliziert trifft und sich gegenseitig unterstützt.

Wo haben oder wo profitieren Sie persönlich am meisten?
Ich bin in der kurzen Zeit, die ich hier bin, viel entspannter geworden. Ich bin tendenziell jemand, der immer alles perfekt machen will. Meine hohen Ansprüche an mich selber musste ich ein wenig runterschrauben, was gut ist für mich. Hier im Schulhotel geht viel Hand in Hand und das Zusammenarbeiten wird grossgeschrieben. Man muss nicht immer alles selber bestimmen und selber machen. Das Team ist das was zählt. So konnte ich in der Service- und Küchenpraxis schon sehr viel Selbstvertrauen aufbauen. Ich fühle mich schon viel sicherer, wenn ich z. B. mehrere Teller tragen muss. Gut vorbereitet zu der Praktikumsstelle gehen zu können ist für mich ein klarer Vorteil der schulischen Ausbildung.

Vielen Dank für das Gespräch.

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