4. Semester Dipl. Hôtelière-Restauratrice HF (2017)

Sie studieren Hospitality Management an der SSTH. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu beginnen?
Meine Leidenschaft für die Hotellerie habe ich früh entdeckt. Mit 15 habe ich meine erste Arbeitserfahrung in den Ferien gesammelt – in einem Hotel in Österreich. Von da an wusste ich, dass ich in Zukunft etwas mit Hospitality machen will. Darüber hinaus war ich Mitglied des Slow Food Youth Network und auch an der Organisation von Food & Wine Events beteiligt. Da die Schweiz international einen sehr guten Ruf in der Hotellerie-Ausbildung hat, habe ich gezielt in der Schweiz gesucht. Da bin ich auf die SSTH aufmerksam geworden. In der Familie sind wir sehr international. Meine Mutter kommt aus der Schweiz und aus Peru und mein Vater aus Italien. Als Schweizerin bin ich in Verona aufgewachsen. Wir sind aber alle vielsprachig und sehr reisefreudig und haben schon überall gelebt. Das ist es auch, was mich an dieser Branche so fasziniert. Ich werde international arbeiten können, andere Kulturen kennen lernen und viel von der Welt sehen.

Was ist Ihr Berufsziel? Haben Sie schon Ziele, was Sie nach der Ausbildung machen?
Nach dem Swiss Professional Degree in Hospitality Management werde ich noch das Bachelor-Studium an der SSTH mit einem Abschluss der EHL anschliessen und dann international arbeiten. Vielleicht in Asien oder in Südamerika. Eine Karriere in Marketing & Sales oder im Eventmanagement in der Hotellerie könnte sehr interessant sein. Ich kann es mir aber auch vorstellen in der Schweiz zu bleiben und zusammen mit meinem Bruder, der Koch lernte, ein Boutique-Hotel zu eröffnen. In der Schweiz fühle ich mich sehr wohl, insbesondere Zürich und Genf faszinieren mich, da diese Städte viel Internationalität ausstrahlen.

Waren Sie schon im Praktikumssemester? Was hat Ihnen im Praktikumssemester am besten gefallen?
Ja, im dritten Semester habe ich ein 6-monatiges Praktikum in Wiesbaden im 5-Sterne Luxus-Haus Nassauer Hof absolviert. Ich war vier Monate an der Rezeption und zwei Monate im Restaurant-Service im Michelin-Stern-Restaurant Ente tätig. Was mir am besten gefiel, war der Kontakt zu den Kunden. Ich fühlte mich sehr wohl dort, inbesondere auch, weil ich wie eine vollwertige Mitarbeiterin behandelt und meine Arbeit sehr geschätzt wurde.

Was gefällt Ihnen am besten an der SSTH?
Die ersten beiden Semester habe ich im englischsprachigen Lehrgang absolviert. Das Praktikum in Deutschland hat mir aber so gut gefallen und ich konnte mein Deutsch auch so gut verbessern, dass ich jetzt im deutschsprachigen Lehrgang das 4. Semester absolviere. Die Mehrsprachigkeit des Lehrganges ist ein grosses Plus der SSTH. Auch die Kombination der theoretischen und praktischen Ausbildung in den ersten beiden Semestern haben mir für mein Praktikum in Wiesbaden viel geholfen. Insbesondere war ich froh, dass ich bereits den Gala-Service kannte. Der Praxisunterricht ist sehr wertvoll. Alles nur aus den Büchern zu lernen, kann ich mir nicht vorstellen. Im Praktikum war ich auch froh, dass wir in der Schule das Hotelsystem Fidelio kennen gelernt haben. In Wiesbaden war dies das Hauptsystem. Dies hat mir im Praktikum an der Rezeption sehr geholfen.

Wo haben oder wo profitieren Sie persönlich am meisten? Wie gefällt Ihnen das Studieren und Wohnen auf dem Campus?
Aus dem Praktikum brachte ich viele neue Erfahrungen und vor allem auch digitale Kenntnisse in die Schule zurück. Ich glaube auch, dass ich mich persönlich stark verändert habe. Ich bin heute noch selbstbewusster und selbstständiger als früher. Das Wohnen im Schulhotel zusammen mit Mitstudierenden aus der Schweiz aber auch aus vielen anderen Ländern ist interessant und bietet die Gelegenheit Freundschaften und ein Beziehungsnetz auf der ganzen Welt aufzubauen. Darum kann ich es nur empfehlen, auf dem Campus zu leben.

Vielen Dank für das Gespräch.

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