Die SSTH bietet in Passugg eine erstklassige Ausbildung auf sehr hohem Niveau auf allen Stufen an. Jürg Domenig ist ein ausgewiesener Kenner und ein erfolgreicher Akteur der Bündner Hotellerie. Als Verwaltungsratspräsident der SSTH Schweizerische Schule für Touristik und Hotellerie AG hat er klare Vorstellungen von den Ausbildungsbedürfnissen der Hotellerie.
mit Jürg Domenig sprach Martin Michel

Die SSTH Swiss School of Tourism and Hospitality von Passugg sorgt für positive Schlagzeilen. Wo sehen Sie als VR-Präsident die Stärken dieser Schule?
Wir freuen uns, dass wir Ende August die Betriebsbewilligung für die Bachelor-Ausbildung von der Bündner Regierung erhalten haben und dass unsere Hotelfachschule ausgebucht ist. Mit dem Bachelor Studiengang sind wir inzwischen zu einem «One-Stop-Shop» für die Hospitality Ausbildung aufgestiegen. Die SSTH in Passugg bietet von der beruflichen Grundbildung als Hotel-Kommunikationsfachfrau/-mann EFZ (Hoko) über eine Anschlussausbildung auf Stufe Höhere Fachschule HF in Deutsch oder in Englisch bis zum Bachelor Lehrgang für erfolgreiche Absolvierende der HF eine einzigartige Kombination zwischen Professioneller und akademischer Ausbildung an. Ein gesunder Mix von schweizerischen und ausländischen Studierenden auch innerhalb der EHL Gruppe gibt den internationalen Touch, von dem sowohl die Studierenden wie auch die Dozierenden profitieren. Die Zusammenarbeit der SSTH mit der EHL-Group, als weltweit führender Anbieter von Hospitality Education, ist hierbei ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Die SSTH AG in Passugg arbeitet eng mit der École hôtelière de Lausanne EHL zusammen. Wie muss man sich das vorstellen?
Wir brauchten geraume Zeit, um einander kennenzulernen und gegenseitig die Prozesse zu verstehen. Erst wenn man einander sehr gut kennt, kann man auch die Synergien nutzen. Solche finden in verschiedenen Bereichen statt, z. B. bei der Infrastruktur und IT, beim Studenten- und Dozentenaustausch sowie durch gemeinsame Mitarbeitende in Zentralbereichen an den Standorten Lausanne und Passugg. Der permanente Austausch von Studierenden des «Année Préperatoire», die später in Lausanne den Bachelor absolvieren, ist hierbei nur ein Beispiel. Über das Jahr verteilt haben wir immer eine AP-Klasse bei uns in Passugg. Die Studierenden können so Betriebe der Bündner Tourismusregion kennenlernen.

Mit welchen Argumenten überzeugen Sie studieninteressierte junge Leute für eine Ausbildung an der SSTH?
Wir bieten in Passugg eine erstklassige Ausbildung auf sehr hohem Niveau auf allen Stufen an – für die berufliche Grundbildung, für die Höhere Fachschule und für die Fachhochschule. Wir führen einen Campus, welcher ein reales Hotel mit fünf gastronomischen Outlets simuliert. Zudem sind wir in Bezug auf Sprachen, Netzwerke und Alumnis international aufgestellt. Jede Ausbildung hat eine volle Durchlässigkeit – bei uns gibt keinen Abschluss ohne Anschluss. Wir sind eine Schule im Grünen, nahe zu den grossen Wintersportmetropolen gelegen, aber auch zur ältesten Stadt der Schweiz Chur und zu Zürich.

Was sind die Marktchancen des EHL Bachelor in drei Semestern an der Hotelfachschule von Passugg im Anschluss an das HF Diplom?
In Graubünden kann man mit dem gleichen Bachelor abschliessen wie in Lausanne, der Nummer eins der Branche weltweit. Das letzte Semester findet immer an der EHL in Lausanne statt. Für uns ist der Bachelor Studiengang ein riesiger Gewinn und wir sehen die Marktchancen sehr positiv. Dieses Jahr haben wir erstmalig mit einer Klasse von 16 Bachelorstudierenden gestartet. Die EHL ist eine «Business-Schule» mit einem sehr renommierten Bachelortitel der Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale (HES-SO). Die SSTH kommt von der beruflichen Praxis und erlaubt den Studenten akademisch abzuschliessen. Solche dual ausgebildeten jungen Talente sind in der Branche sehr begehrt.

Ist die Hotelbranche mit dem Ausbildungsangebot der SSTH zufrieden?
Das beste Argument für uns ist, dass wir Praktikanten in den renommiertesten Betrieben in der ganzen Schweiz sowie auch international platzieren können. Die Absolvierenden sind sehr begehrt, weil sie in Passugg einen grossen Bezug zur Praxis haben, was extrem wichtig für die Branche ist. Ganz wichtig sind darüber hinaus neue Trends wie «Affective Hospitality». Dies bedeutet, dass wir heute bereits in einer Konvergenz zwischen Erlebnis- und Emotionaler Ökonomie leben. Emotionen, Soft-Skill und Experience Design werden zunehmend wichtig und bedingen ein starkes Engagement der SSTH in diesen neuen Themenfeldern. Wir haben deshalb fast ausschliesslich Dozierende in Teilzeitmandaten mit einem gesunden Mix zwischen Praktikern aus der Industrie sowie solchen, die akademisch geschult sind, um dieser Dynamik Rechnung zu tragen.

Was sind die wichtigsten Charaktereigenschaften eines erfolgreichen Angehörigen eines Hotelkaders?
Für eine Top-Karriere im Kaderbereich ist es wichtig, die entsprechenden Werkzeuge im Rucksack zu haben. Hierbei sind professionelles Handwerkszeug, analytische Fähigkeiten, unternehmerisches Denken sowie emotionale Intelligenz und Empathie von hoher Wichtigkeit. Charakterlich sind Freude an der Dienstleitung, Umgang mit Menschen und Herzblut für die Branche eine Grundvoraussetzung. Das sind die Dinge, die wir an der SSTH unseren angehenden Kaderleuten, welche sich für die Branche entschieden haben, in einer ausbalancierten Art und Weise beibringen. Meiner Meinung nach ist es für die Branche eine Sensation, dass wir in Graubünden den Lausanner Bachelor anbieten. Im Ausland kann man die HF-Ausbildung trotz Übersetzung ins Englische bildungspolitisch zu wenig einordnen. Deshalb ist der akademische Bachelor Titel für uns so wichtig. Damit haben unsere Studenten am Ende zwei Top-Degrees in der Tasche, welche den Absolvierenden aus Passugg die Türe für eine nationale und internationale Top-Karriere öffnet, da diese einzigartige duale Kombination am Arbeitsmarkt sehr begehrt ist. Ich bin überzeugt, dass unsere Bachelors der Branche Hotellerie vermehrt treu bleiben werden. Dies ist uns ganz wichtig.

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